Verteilung öffentlicher Ausgaben in Österreich (1991) – Wer profitiert?
abgestimmt am
31.10.1996
Zusammenfassung
Der WIFO‑Bericht analysiert, wie die öffentlichen Ausgaben Österreichs im Jahr 1991 nach Einkommens‑ und Sozialschichten verteilt waren, und zeigt, dass Transferleistungen wie Arbeitslosenversicherung stark progressiv wirken, während Familien‑ und Bildungsförderungen überwiegend wohlhabendere Haushalte begünstigen.
einfache MehrheitXX31.10.1996
Bericht
Öffentliche Finanzen und Haushaltspolitik
Schwerpunkte
Arbeitslosenversicherung und Notstandshilfe sind die progressivsten staatlichen Leistungen und unterstützen vor allem das untere Einkommensviertel.
Familienförderungen, Schul- und Hochschulausgaben fließen überwiegend an Haushalte mit höherem Einkommen, weil diese mehr Kinder haben oder aus wohlhabenderen Schichten stammen.
Seit den 1980er‑Jahren hat sich die Belastung von progressiven Lohn‑ und Einkommensteuern hin zu regressiven Sozialversicherungs‑ und Verbrauchssteuern verschoben.
Der Anteil der öffentlichen Ausgaben, der dem unteren Einkommensdrittel zugutekommt, sank von 31 % (1983) auf 29 % (1991), während das obere Drittel von 33 % auf 40 % anstieg.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.