Zusammenfassung
Der Bericht analysiert die Zinsentwicklung im Euroraum, die Umstellung des EZB‑Refinanzierungsverfahrens und die Entwicklung der österreichischen Staatsverschuldung von 1996 bis 2000. Er liefert umfangreiche Statistiken zu Zinssätzen, Anleihenrenditen und Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden.einfache Mehrheit XXI 17.10.2001
Bericht
Finanzwesen
Schwerpunkte
- Die EZB erhöhte 2000 den Leitzins für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte in sechs Schritten um insgesamt 175 Basispunkte, um einer drohenden Inflation entgegenzuwirken.
- Ab dem 28. Juni 2000 wurde das Hauptrefinanzierungsverfahren von einem Mengentender‑ zu einem Zinstender‑Verfahren geändert, um Überbietungen zu vermeiden und die Marktteilnahme zu erleichtern.
- Die Renditen von Staatsanleihen stiegen zwischen 1996 und 2000 deutlich, wobei zehnjährige Anleihen von 7,23 % auf 5,44 % sanken, was die Finanzierungskosten des Staates beeinflusste.
- Die Bundesverschuldung wuchs bis zum Jahr 2000 auf rund 120 Mrd. ATS (nach Umrechnung ca. 8,6 Mrd. €), wobei ein großer Teil aus Fremdwährungsschulden bestand.
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