Rechnungshof‑Prüfungen: Bakteriologie, Uni‑Lehre, Justiz‑Wirtschaft und ÖBB‑Dienstfreistellungen
abgestimmt am
02.03.2006
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte 2003‑2004 vier Bereiche – die Ausgliederung einer Bakteriologie‑Einrichtung, die Lehr‑ und Prüfungsverwaltung der Uni Wien, das Zentrale Wirtschaftsamt und die Dienstfreistellungen bei den ÖBB – und identifizierte strukturelle Schwächen, fehlende Transparenz und hohe Kosten, wofür er zahlreiche Reformvorschläge machte.
einfache MehrheitXXII02.03.2006
Bericht
Strafrecht
Schienentransport
Haushaltskontrolle
Hochschulausbildung
öffentlicher Dienst
öffentliche Verwaltung
Schwerpunkte
Die Ausgliederung der Bundesanstalt Innsbruck in das Institut für Hygiene und Sozialmedizin wurde wegen der engen Verknüpfung zwischen Leiter und Institut vorgenommen, wodurch ein integrierter Versorgungsansatz mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit nicht umgesetzt wurde.
Die Lehr‑ und Prüfungsverwaltung an den Fakultäten der Universität Wien leidet unter veralteten IT‑Systemen, fehlenden Budgetkennzahlen und einer zu hohen Zahl externer Dozenten, was zu langen Prüfungsfristen und unklaren Kosten führt.
Im Zentralen Wirtschaftsamt (Strafvollzug) bestehen organisatorische Schwächen, überlappende Aufgabenbereiche und unnötige Kosten; der Rechnungshof empfiehlt eine klare Gliederung in drei Bereiche und den Einsatz von IT‑gestützten Dokumentationssystemen.
Bei den ÖBB sind 2 333 Personen vollständig dienstfrei gestellt, was jährliche Mehrkosten von rund 10,2 Mio. € verursacht; die Kosten für Nebenbeschäftigungen und unklare Reisekostenerstattungen erhöhen das Problem.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.