Kritik an IT‑Projekt und Vergabeverfahren – Papierlose Außenwirtschaftsadministration
abgestimmt am
29.03.2006
Zusammenfassung
Der Rechnungshof kritisiert das IT‑Projekt „Papierlose Außenwirtschaftsadministration“ wegen fehlender Vergabe‑ und Beschaffungsprozesse, erkennt aber den Nutzen der Digitalisierung und fordert mehr Transparenz bei Leistungskennzahlen.
einfache MehrheitXXII29.03.2006
Bericht
Finanzwesen
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Das IT‑Projekt sollte die Außenwirtschaftsverwaltung papierlos und schneller machen, was bereits 2003 bei über der Hälfte aller Importanträge umgesetzt war.
Die Beschaffung von Hardware (ca. 751 000 EUR) und Software erfolgte ohne formelle Genehmigung und war stark überdimensioniert für die tatsächliche Nutzerzahl.
Externe Beratungsleistungen kosteten rund 646 000 EUR, wobei die meisten Aufträge ohne Ausschreibung und mit unklaren Leistungsbeschreibungen vergeben wurden.
Der Rechnungshof empfiehlt, einheitliche Vertragsvorlagen zu nutzen und die Vergabeprozesse strikt nach dem Bundesvergabegesetz durchzuführen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.