Rechnungshof‑Prüfungsbericht zum Kunsthistorischen Museum (1999‑2002)
abgestimmt am
07.07.2005
Zusammenfassung
Der Rechnungshof kritisierte das Kunsthistorische Museum wegen gravierender Mängel in Buchführung, fehlender Kontrollen, überhöhten Personalkosten und nicht genehmigter Verträge. Besucherzahlen und Einnahmen blieben hinter den gesetzten Zielen zurück, während die Kosten für Personal, Shops und Repräsentationen stark anstiegen.
einfache MehrheitXXII07.07.2005
Bericht
Museum
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Die Buchhaltung des KHM entspricht nicht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung; fehlende Belege, falsche Kontenzuordnungen und unvollständige Unterlagen verhindern eine verlässliche Finanzübersicht.
Personalkosten stiegen von 1999 bis 2002 um 40 % (ca. 4,18 Mio. €) ohne nachvollziehbare Begründung; gleichzeitig wurden leistungsbezogene Zuschläge und nicht deklarierte PKW‑Nutzungen an den Geschäftsführer gezahlt.
Mehrere Verträge (z. B. Management‑ und Abtretungs‑/Kaufverträge) wurden ohne Genehmigung des Kuratoriums oder des Bundesministeriums abgeschlossen; Selbstkontrahierung (PKW‑Verkauf) und unklare Preisgestaltung bei der Sphinx‑Skulptur wurden kritisiert.
Das interne Kontrollsystem ist lückenhaft: Zugriffsrechte auf IT‑Programme sind nicht dokumentiert, die Innenrevision fehlt seit 2000, und die Trennung von Anweisung, Buchung und Zahlungsfreigabe wird nicht konsequent umgesetzt.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.