Rechnungshof‑Report: Missstände bei externen Beratungsleistungen und Bauprojekten der ÖBB
abgestimmt am
13.07.2006
Zusammenfassung
Der Rechnungshof kritisiert die ineffiziente Vergabe und Abrechnung externer Beratungsleistungen der ÖBB, deckt überhöhte Kosten bei Bauprojekten auf und gibt konkrete Spar‑ und Transparenzempfehlungen.
einfache MehrheitXXII13.07.2006
Bericht
Schienentransport
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Die ÖBB haben bei mehreren Bauprojekten (Westbahn‑Umfahrung Melk, Knoten Wagram) überhöhte Preise für Grundstücke und Materialentsorgung gezahlt.
Durch Pauschalvergütungen im Tunnelbau entstanden Mehrkosten von etwa 0,41 Mio. EUR, weil die tatsächlichen Vortriebskosten nicht berücksichtigt wurden.
Externe Beratungsleistungen kosteten zwischen 1999 und 2004 insgesamt rund 61 Mio. EUR, wobei einzelne Aufträge bis zu dreimal höhere Tagessätze als bei anderen Anbietern hatten.
Die ÖBB nutzten häufig Ausnahmebestimmungen des Bundesvergabegesetzes, ohne nachvollziehbare Begründungen, was zu nicht dokumentierten Zielwertüberschreitungen führte.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.