Vertrauensentzug gegenüber Innenministerin wegen unverhältnismäßiger Abschiebungen

Zusammenfassung

Der Entschließungsantrag kritisiert die Bundesministerin für Inneres wegen unverhältnismäßiger Abschiebungen und der Inhaftierung von Kindern. Er fordert, dass das Parlament ihr das Vertrauen entzieht (Art 74 Abs. 1 B‑VG).
einfache Mehrheit XXIV 21.10.2010
Entschließung
Exekutive
Misstrauensantrag

Schwerpunkte

  • Die Innenministerin wird beschuldigt, wiederholt höchstrichterliche Urteile und verfassungsrechtliche Vorgaben zu ignorieren.
  • Der Antrag fordert, dass der Nationalrat das Vertrauen in die Innenministerin entzieht, weil ihre Politik zu unverhältnismäßigen Abschiebungen und Kinder‑Schubhaft geführt hat.
  • Konkret wird die Abschiebung der Familie Komani im Oktober 2010 als Beispiel für unverhältnismäßiges Polizeivorgehen und fehlende menschenwürdige Behandlung genannt.
  • Der Antrag kritisiert, dass jährlich mindestens 180 Kinder in österreichischen Gefängnissen in Schubhaft gehalten werden – ein Verstoß gegen die UN‑Kinderrechtskonvention.
Relevante Medienberichte
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