Entschließungsantrag zur eingeschränkten Zulassung von Präimplantationsdiagnostik (PID)
abgestimmt am
06.12.2011
Zusammenfassung
Der Entschließungsantrag fordert, dass Österreich die Präimplantationsdiagnostik – ein Verfahren zur Früherkennung schwerer Erbkrankheiten im Embryo – unter klaren Bedingungen zulässt und gleichzeitig die Bevölkerung über bioethische Fragen aufklärt.
einfache MehrheitXXIV06.12.2011
Entschließung
Gesundheit
Schwerpunkte
Derzeit gibt es in Österreich keine ausdrückliche gesetzliche Regelung zur PID; das Fortpflanzungsmedizingesetz wird als implizites Verbot interpretiert.
PID kann schwere monogenetische Erkrankungen und Chromosomenstörungen frühzeitig erkennen und so das Risiko von Fehlgeburten und schweren Behinderungen verringern.
Der Antrag fordert eine eingeschränkte Zulassung, die nur bei wiederholten IVF‑Fehlschlägen und hohem Risiko für schwere Erbkrankungen greift.
Die Durchführung soll ausschließlich von ausgebildeten HumangenetikerInnen erfolgen und eine verpflichtende genetische Beratung voraussetzen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.