Anpassung des Aufenthaltsrechts an EuGH‑Urteil „Sahin“

Zusammenfassung

Der Entschließungsantrag verlangt von der Bundesregierung, das Aufenthalts‑ und Niederlassungsgesetz zu ändern oder per Erlass anzupassen, damit die EuGH‑Entscheidung im Fall Sahin – die Familiennachzugsrechte für Asylbewerber mit EU‑Partnern schützt – in Österreich umgesetzt wird.
einfache Mehrheit XXIV 16.04.2009
Entschließung
Familie
Flüchtling
Europäische Union
ausländischer Staatsangehöriger

Schwerpunkte

  • Der EuGH hat entschieden, dass die Freizügigkeitsrichtlinie auch Familienangehörige von Asylbewerbern schützt, wenn sie mit einem Unionsbürger verheiratet sind.
  • Die aktuelle österreichische Rechtslage im Aufenthalts‑ und Niederlassungsgesetz widerspricht diesem EuGH‑Urteil.
  • Der Entschließungsantrag fordert die Bundesregierung auf, dem Nationalrat einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Aufenthalts‑ und Niederlassungsgesetzes vorzulegen, der die EuGH‑Rechtsprechung vollständig berücksichtigt.
  • Falls keine Gesetzesänderung nötig ist, soll per Erlass sichergestellt werden, dass die Vollzugsbehörden das EuGH‑Urteil sofort umsetzen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.
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