Abschaffung der Selbstbehalte im Gesundheitswesen

Zusammenfassung

Der Entschließungsantrag fordert die Abschaffung oder soziale Staffelung aller Selbstbehalte im österreichischen Gesundheitssystem, weil sie ärmere Menschen benachteiligen und zu einem hohen Gesundheitstourismus führen.
einfache Mehrheit XXIV 09.04.2013
Entschließung
soziale Sicherheit

Schwerpunkte

  • Selbstbehalte widersprechen dem solidarischen Prinzip der Krankenversicherung, weil sie die Kosten von Krankheitsrisiken nicht gleichmäßig verteilen.
  • Durch Selbstbehalte entstehen für sozial schwächere Menschen untragbare finanzielle Belastungen, insbesondere bei teuren Leistungen wie Zahnprothesen oder Hörgeräten.
  • Der aktuelle Mangel an Befreiungen führt zu einer Zweiklassen-Medizin, bei der wohlhabende Patient*innen besser versorgt werden als ärmere.
  • Der Gesundheitstourismus kostet Österreich jährlich rund 200 Mio. €, weil Patient*innen im Ausland behandelt werden und die Kosten von den Sozialversicherungsträgern erstattet werden.
Relevante Medienberichte
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.
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