Zusammenfassung
Der 2015‑Produktpirateriebericht des Bundesministeriums für Finanzen zeigt, dass 2 771 gefälschte Sendungen (Wert >10,7 Mio. €) von der österreichischen Zollverwaltung entdeckt wurden – überwiegend über das Internet und aus China.einfache Mehrheit XXV 12.05.2016
Bericht
Handel
Industrie
Unternehmen und Wettbewerb
Schwerpunkte
- Die EU‑Produktpiraterie‑Verordnung 2014 soll verhindern, dass gefälschte Waren in den Binnenmarkt gelangen, indem der Zoll bei Verdacht frühzeitig eingreift.
- Im Jahr 2015 wurden von der österreichischen Zollverwaltung 2 771 Produktpiraterie‑Aufgriffe registriert, was einer Verdopplung gegenüber 2014 entspricht; der Wert der beschlagnahmten Waren betrug über 10,7 Mio. €.
- 97 % aller Aufgriffe erfolgten im Postverkehr (Kleinsendungen), weil das Internet als Hauptvertriebsweg für Fälschungen dient und dabei aggressive Werbung auf Plattformen wie Facebook nutzt.
- Gefälschte Medikamente stellen die gefährlichste Form der Produktpiraterie dar; 479 Aufgriffe betrafen 17 268 falsche Arzneimittel, was erhebliche Gesundheitsgefahren für Verbraucher bedeutet.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.