Qualitätssicherung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte – Prüfbericht des Rechnungshofs
abgestimmt am
30.01.2019
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die Qualitätssicherung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und stellte Mängel bei Standards, Stichprobenprüfungen und Transparenz fest. Er empfiehlt verbindliche Standards, mehr Kontrollen und eine unabhängige Qualitätseinrichtung.
einfache MehrheitXXVI30.01.2019
Bericht
Gesundheit
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Der Bericht deckt strukturelle Mängel in der Qualitätssicherung auf: veraltete Qualitätsstandards, zu geringe Stichprobengröße bei Validitätsprüfungen und fehlende Transparenz der Qualitätsberichte.
Die enge Verflechtung von ÖQMed und der Ärztekammer führt zu Interessenkonflikten, weil dieselbe Organisation sowohl die Qualitätssicherung durchführt als auch die Interessenvertretung der Ärztinnen/Ärzte übernimmt.
Nur 3 % der Ordinationen geben in der Selbstevaluierung Mängel an, während bei den Stichprobenprüfungen 18 % Mängel festgestellt werden – ein klares Hinweis auf Unter‑ bzw. Fehlangaben.
Die bisherige Qualitätsberichterstattung ist unvollständig: Es fehlt die Unterscheidung zwischen Selbstevaluierung und Validitätsprüfung sowie Angaben zu abgelaufenen Standards.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.