Rechnungshof‑Prüfung des ÖBB‑Ticket‑Vertriebssystems
abgestimmt am
16.05.2019
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte das ÖBB‑Ticket‑Vertriebssystem von 2005 bis 2017, analysierte Kosten, Tarifkomplexität und Nutzerfreundlichkeit und stellte fest, dass die geplanten Kosteneinsparungen nicht erreicht wurden. Er empfiehlt eine Tarifvereinfachung, die Öffnung des Ticketshops für andere Anbieter und weitere Verbesserungen in Usability und Sicherheit.
einfache MehrheitXXVI16.05.2019
Bericht
Haushaltskontrolle
Öffentlicher Sektor
Schwerpunkte
Die Gesamtkosten für das neue Ticket‑Vertriebssystem von 2005 bis 2017 betragen rund 131 Mio. EUR, davon 49,9 Mio. EUR für das Projekt „Ticketshop (2.0)“.
Die angestrebte Reduktion des Vertriebskostensatzes auf unter 9 % bis 2022 wurde nicht erreicht; 2017 lag er bei etwa 12 %.
Hohe Tarifkomplexität und Tarifkonkurrenz zwischen ÖBB‑Tarif und den Verkehrsverbünden erhöhen Entwicklungs‑ und Wartungsaufwand und führen zu unterschiedlichen Ticketpreisen für gleiche Strecke.
Die mehrstufige Bedienlogik des Ticketshops ist für viele Nutzer umständlich; fehlender Reset‑Button kann zu Fehlbuchungen und Stornierungen führen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.