Analyse der Invaliditätspension Neu und Empfehlungen für ein nachhaltiges Pensionssystem
abgestimmt am
16.05.2018
Zusammenfassung
Der Bericht untersucht die Entwicklung des Pensionsantrittsalters und zeigt, dass verschärfte Invaliditätspensions‑Regeln kaum wirksam waren, weil gleichzeitig mehr Menschen vorzeitig Alterspensionen beantragten. Er fordert ein umfassendes Monitoring und klare Zielvorgaben für Rehabilitation und Case Management, um die Finanzierbarkeit des Pensionssystems zu sichern.
einfache MehrheitXXVI16.05.2018
Bericht
Haushaltskontrolle
Mensch mit Behinderung
Altersversorgungssystem
Schwerpunkte
Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter stieg zwischen 2000 und 2015 leicht an, blieb jedoch weitgehend unverändert, weil die Zunahme der vorzeitigen Alterspensionen das Gegenstück zu den strengeren Invaliditätspension‑Regeln war.
Die Ausweitung der Hackler‑Regelung 2008 führte zu einem Anstieg der vorzeitigen Alterspensionen und verursachte im Jahr 2009 Zusatzkosten von rund 172,6 Mio. €.
Ein fehlendes Monitoring zwischen Pensionssystem und Arbeitsmarkt verhindert die Bewertung, ob verschärfte Invaliditätspensions‑Regeln tatsächlich zu einer längeren Erwerbstätigkeit führen oder nur Kosten auf andere Sozialversicherungsträger verlagern.
Der RH empfiehlt ein umfassendes Monitoring, das sowohl Pensionsantritte als auch Beschäftigungsquoten erfasst und Ursachenanalysen für Veränderungen ermöglicht.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.