Einführung eines verbindlichen Lehrplans für ÖGS in allen Schulen
abgestimmt am
17.06.2021
Zusammenfassung
Der Entschließungsantrag fordert den Bundesminister für Bildung, bis Juni 2021 einen Lehrplan für die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) zu erstellen und diesen dem Parlament vorzulegen. Gleichzeitig soll die Ausbildung von Lehrkräften und DolmetscherInnen für ÖGS attraktiver gestaltet werden, um das Recht auf Bildung in ÖGS zu sichern.
einfache MehrheitXXVII17.06.2021
Entschließung
Bildung
Mensch mit Behinderung
Organisation des Unterrichtswesens
Schwerpunkte
Der Bundesminister soll bis Juni 2021 einen verbindlichen Lehrplan für ÖGS erarbeiten, der die Vermittlung von ÖGS bereits in der ersten Kinderbetreuungseinrichtung und in allen nachfolgenden Schulformen regelt.
Der Lehrplan muss einen offiziellen Rahmen schaffen, der ÖGS als Unterrichtssprache in Gehörlosenschulen sowie in integrativen Klassen etabliert.
Die Ausbildung von PädagogInnen und DolmetscherInnen für ÖGS soll attraktiver gestaltet werden, um genügend qualifiziertes Personal für alle Bildungsstufen sicherzustellen.
Durch die Maßnahme wird Österreich seiner Verpflichtung aus dem Bundes‑Behindertengleichstellungsgesetz und der UN‑Behinderten‑Konvention nachkommen, die das Recht auf Bildung in der eigenen Sprache garantiert.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.