Bundesweite Obsorge für unbegleitete minderjährige Asylsuchende ab Ankunft

Zusammenfassung

Der Entschließungsantrag verlangt von der Bundesregierung, dem Nationalrat unverzüglich eine Vorlage für eine bundesweite Obsorge von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden ab dem ersten Tag ihrer Ankunft vorzulegen. Ziel ist es, das hohe Verschwinden‑Risiko und die Gefahr von Ausbeutung zu reduzieren.
einfache Mehrheit XXVII 29.03.2023
Entschließung
Familie
Flüchtling
junger Mensch

Schwerpunkte

  • Im Jahr 2022 verschwanden in Österreich über 11 600 unbegleitete minderjährige Asylsuchende nach Antragstellung, weil keine obsorgeberechtigte Person zuständig war.
  • Die aktuelle Dauer bis zur Bestellung einer Obsorge‑Person beträgt durchschnittlich mehr als einen Monat – einer der längsten Zeiträume in der EU.
  • Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, dem Nationalrat eine konkrete Regierungsvorlage zur bundesweiten Obsorge ab dem ersten Ankunftstag vorzulegen.
  • Eine einheitliche Obsorge soll das Risiko von Ausbeutung und Menschenhandel für die vulnerablen Kinder deutlich senken.
Relevante Medienberichte
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.
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