Zusammenfassung
Der Entschließungsantrag von Mag. Christian Drobits fordert, dass die Bundesregierung und die Finanz‑ sowie Sozial‑ und Konsumentenschutzminister unverzüglich mit den Banken Gespräche führen, um ältere Bankkund:innen besser vor Phishing‑ und Betrugsangriffen im elektronischen Zahlungsverkehr zu schützen. Er verlangt, dass Banken ihre Transaktionsüberwachung nach EU‑Vorgaben verbessern und die gesetzlichen Pflichten aus dem ZaDiG konsequent umsetzen.einfache Mehrheit XXVII 27.06.2024
Entschließung
Finanzwesen
Geld- und Kreditwesen
Schwerpunkte
- Phishing‑ und Betrugsangriffe im elektronischen Zahlungsverkehr nehmen zu, besonders ältere Kund:innen ab etwa 50 Jahren sind häufig betroffen, weil sie wenig Erfahrung mit Mobile‑Banking haben.
- Nach § 67 ZaDiG muss die Bank bei einer nicht autorisierten Zahlung das Konto bis zum nächsten Bankarbeitstag korrigieren oder die ordnungsgemäße Authentifizierung nachweisen.
- Schadenersatzansprüche der Bank nach § 68 Abs. 3 gelten nur, wenn der Kunde grob fahrlässig (§ 63) gehandelt hat; in den meisten Fällen liegt jedoch keine grobe Fahrlässigkeit vor.
- Die EU‑Verordnung verlangt von Zahlungsdienstleistern, dass sie bei jeder Kundenauthentifizierung in Echtzeit Transaktionsüberwachungsmechanismen einsetzen, um unautorisierte Zahlungen zu erkennen.
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