Rechnungshof‑Prüfung der Bundespensionskasse AG: Veranlagungsstrategie, Risikomanagement und Gender‑Aspekte
abgestimmt am
22.09.2021
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die Bundespensionskasse AG und stellte fest, dass die tatsächliche Anlagestrategie häufig von der festgelegten Benchmark abwich, die Deckungsrückstellung pro Begünstigtem niedrig ist und Governance‑Probleme (späte Bonus‑Vereinbarungen, unzureichende Frauenförderung) bestehen. Auf Basis dieser Befunde gibt der RH zehn Empfehlungen, u. a. zur Angleichung von Benchmark, Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge und Stärkung der Geschlechter‑Gleichstellung.
einfache MehrheitXXVII22.09.2021
Bericht
Haushaltskontrolle
Altersversorgungssystem
Schwerpunkte
Die tatsächliche Vermögensallokation wich in den meisten Prüfungsjahren deutlich von der vom Aufsichtsrat festgelegten Benchmark ab, insbesondere bei Aktien‑ und Anleihen‑Gewichtungen.
Die Deckungsrückstellung pro Begünstigtem war mit rund 2.748 EUR (2015) deutlich niedriger als bei anderen Pensionskassen, was vor allem auf die niedrigen Arbeitgeberbeiträge zurückzuführen ist.
Bonifikationsvereinbarungen wurden erst nach Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres abgeschlossen – das Risiko von Interessenkonflikten sollte durch Vorab‑Unterzeichnung behoben werden.
Der Erwerb von zwei finnischen Forstgesellschaften stellte neue Risiken (geografische Distanz, fehlendes Fachwissen) dar und erfordert eine fortlaufende betriebswirtschaftliche Analyse der Kosten‑ und Ertragserwartungen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.