Gewalt‑ und Opferschutz für Frauen – Analyse und Handlungsempfehlungen
abgestimmt am
05.07.2024
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte 2022 das österreichische System zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Er fand ein fragmentiertes Netzwerk aus Ministerien, Ländern und NGOs, unvollständige Daten und fehlende einheitliche Standards, empfiehlt aber klare Strategien, bessere Koordination und mehr Transparenz.
einfache MehrheitXXVII05.07.2024
Bericht
Frau
Opferhilfe
Gleichbehandlung
Haushaltskontrolle
öffentliche Sicherheit
Schwerpunkte
Der aktuelle Rechtsrahmen (Istanbul‑Konvention, Gewaltschutz‑Gesetz) bietet eine gute Grundlage, aber die Umsetzung ist fragmentiert.
Finanzierung: Im Jahr 2021 wurden rund 40 Mio. € für Gewalt‑ und Opferschutz ausgegeben – jedoch fehlt ein Überblick über Gesamtausgaben, weil Daten unvollständig sind.
Daten: Polizeistatistik erfasst Täter‑Opfer‑Beziehungen nicht vollständig (z. B. Partner/Ex‑Partner). Das Justizsystem liefert keine vergleichbaren Zahlen.
Prävention: Es gibt ein bundesweites Gefährdungs‑Tool (ODARA) mit eingeschränkter Anwendbarkeit; ein neues, für alle Beziehungsformen geeignetes Tool soll 2023 in Betrieb gehen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.