ORF‑Standortkonsolidierung – Bauphase 1: Prüfung, Risiken und Empfehlungen
abgestimmt am
09.07.2020
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte das ORF‑Projekt zur Standortkonsolidierung am Küniglberg (Bauphase 1). Er kritisierte die knappe Wirtschaftlichkeitsanalyse, fehlende Risikobewertung, unzureichende Projektorganisation und Verstöße gegen das Bundesvergabegesetz. Gleichzeitig lobte er die Nachhaltigkeitsbemühungen (klimaaktiv‑Gold).
einfache MehrheitXXVII09.07.2020
Bericht
Hörfunk
Fernsehen
Baupolitik
Haushaltskontrolle
Bauindustrie und öffentliches Bauwesen
Schwerpunkte
Der ORF entschied sich für die Konsolidierung am Standort Küniglberg, obwohl die Wirtschaftlichkeitsanalyse nur einen geringen Kostenvorteil von 4 Mio. EUR gegenüber einem Neubau zeigte.
Die Projektorganisation war zu Beginn nicht ausreichend besetzt; fehlendes Know‑how führte zu Planungsfehlern, Kostenüberschreitungen von rund 12 % und Terminverzögerungen von bis zu zwei Jahren.
Der ORF vergab mehrere Aufträge über 100 000 EUR direkt, obwohl das Bundesvergabegesetz dies nicht zulässt – ein Verstoß gegen das BVergG 2006.
Durch die fehlende Widmungsänderung konnte der geplante Neubau nicht realisiert werden; stattdessen entstand das „Plan‑B“-Konzept mit reduziertem Neubau und mehr Personalbedarf.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.