Fachkräftemangel in Österreich – Analyse und Handlungsempfehlungen des Rechnungshofs
abgestimmt am
16.05.2024
Zusammenfassung
Der Rechnungshof bestätigt einen stark wachsenden Fachkräftemangel in Österreich: offene Stellen haben sich seit 2015 vervierfacht, während die demografische Alterung das Arbeitskräftepotenzial reduziert. Er empfiehlt Maßnahmen in Ausbildung, Integration von Frauen, Älteren und Migrant*innen sowie eine bessere Datenbasis und eine übergreifende Gesamtstrategie.
einfache MehrheitXXVII16.05.2024
Bericht
Haushaltskontrolle
Beschäftigung und Arbeitsbedingungen
Schwerpunkte
Der Fachkräftemangel hat sich in den letzten Jahren stark verschärft – die beim AMS gemeldeten offenen Stellen haben sich von 2015 bis 2022 vervierfacht.
Demografischer Wandel (Ausscheiden der Baby‑Boomer) reduziert das verfügbare Arbeitskräftepotenzial und wird den Mangel in den nächsten zehn Jahren weiter verstärken.
Maßnahmen im Bildungsbereich: Ausbau von MINT‑Ausbildungen, Reduktion des Anteils von Schulabgängern mit nur Pflichtschulabschluss und finanzielle Förderung der Lehrstellen (2023: 270 Mio. €).
Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, älteren Personen und Migrant*innen durch bessere Kinderbetreuung, Anreize für Teilzeit‑Reduktion und gezielte Integrationsprogramme (2024: 75 Mio. € Förderbudget).
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.