Akkreditierung & öffentliche Finanzierung von Privatuniversitäten – Rechnungshof‑Prüfung 2018/19
abgestimmt am
20.01.2022
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte 2018 die Akkreditierungspraxis der AQ Austria und die öffentliche Finanzierung von 14 Privatuniversitäten. Trotz eines gesetzlichen Finanzierungsverbots erhalten diese Hochschulen erhebliche staatliche Mittel, während die Akkreditierungsverfahren Dokumentationslücken aufweisen. Der Bericht gibt zahlreiche Empfehlungen zur Verbesserung von Transparenz, Qualitätssicherung und rechtlicher Klarheit.
einfache MehrheitXXVII20.01.2022
Bericht
Haushaltskontrolle
Hochschulausbildung
Schwerpunkte
Der Privatuniversitätssektor hat seit 2000 stark expandiert: Ende 2018 gab es 14 Privatuniversitäten mit rund 12 800 Studierenden, was etwa 4 % aller Hochschulstudierenden in Österreich entspricht.
Die AQ Austria ist für die Akkreditierung und Qualitätskontrolle zuständig; ihr Personal wuchs von 24,4 VZÄ (2014) auf 27,1 VZÄ (2017).
Kritische Schwachstellen der Akkreditierungsverfahren wurden festgestellt: fehlende Dokumentation von Vor‑Ort‑Besuchen, unklare Finanzkalkulationen und mangelnde Nachvollziehbarkeit der Gutachten.
Trotz des gesetzlichen Finanzierungsverbots erhalten Privatuniversitäten erhebliche öffentliche Mittel (z. B. Karl‑Landsteiner‑Universität: 3,8 Mio. € Jahresumsatz, davon > 98 % aus öffentlichen Quellen).
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.