Mängel bei öffentlichen Aufträgen für Beratungs‑ und Studienleistungen
abgestimmt am
20.01.2021
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte 24 Aufträge von Beratungs‑ und Studienleistungen der Ministerien für Arbeit, Soziales, Gesundheit und das Außenministerium. Er fand zahlreiche Mängel bei Direktvergaben, fehlender Auftragswertschätzung, unzureichender Dokumentation und missbräuchlicher Nutzung von Ausnahmeregelungen.
einfache MehrheitXXVII20.01.2021
Bericht
Exekutive
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Mehr als 90 % der geprüften Aufträge wurden als Direktvergabe ohne vorherige Preisvergleichsangebote vergeben, was den Wettbewerb stark einschränkt.
Auftragswertschätzungen wurden in den meisten Fällen nicht durchgeführt, obwohl sie für die Wahl des Vergabeverfahrens und die Preisangemessenheitsprüfung zwingend erforderlich sind.
Die Ausnahmeregelungen für Forschungs‑ und Entwicklungsdienstleistungen wurden häufig missbräuchlich angewendet, obwohl die Ergebnisse ausschließlich dem Auftraggeber gehörten.
Pauschalentgelte wurden in etwa der Hälfte der Fälle vereinbart, obwohl zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Aufwand nicht abschätzbar war.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.