Rechnungshof‑Prüfbericht zum Heeresgeschichtlichen Museum – Mängel in Compliance, Finanzen und Verwaltung
abgestimmt am
25.03.2021
Zusammenfassung
Der Rechnungshof hat das Heeresgeschichtliche Museum geprüft und erhebliche Mängel in Compliance, Finanzverwaltung, Personal und Sammlungsmanagement aufgedeckt. Es fehlen Transparenz, Genehmigungen und ein funktionierendes Kontrollsystem, wodurch Risiken für Korruption und Fehlverhalten bestehen.
einfache MehrheitXXVII25.03.2021
Bericht
Museum
Verteidigung
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Es gibt kein funktionierendes Compliance‑Management‑System, wodurch zahlreiche Regelverstöße und Interessenkonflikte unentdeckt bleiben.
Die Finanzbuchhaltung ist lückenhaft: Einnahmen aus Eintrittsgeldern und dem Museumsshop sind nicht nachvollziehbar, und Bargeldtransaktionen werden nicht elektronisch erfasst.
Viele Bau‑ und Beschaffungsmaßnahmen wurden ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungen oder Vergleichsangebote durchgeführt, was zu Mehrkosten von mindestens 21 000 EUR führte.
Das Inventar ist nur zu 40 % digital erfasst; rund 60 % der Objekte fehlen in elektronischen Systemen, darunter zahlreiche Panzern und Kunstwerke.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.