Asset‑Swap 2013 der VERBUND AG – Prüfung durch den Rechnungshof
abgestimmt am
22.09.2021
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte den 2013 erfolgten Asset‑Swap der VERBUND AG, bei dem die türkische Beteiligung gegen deutsche Wasserkraftanlagen getauscht wurde. Das Ergebnis war ein geringer liquiditätswirksamer Überschuss von rund 21 Mio. EUR, dafür aber große buchhalterische Aufwertungen und mehrere Governance‑Probleme.
einfache MehrheitXXVII22.09.2021
Bericht
Energie
Haushaltskontrolle
Öffentlicher Sektor
Schwerpunkte
Der Asset‑Swap ermöglichte den Verkauf der türkischen 50‑%igen Beteiligung und den gleichwertigen Kauf deutscher Wasserkraftanlagen im Wert von je rund 1,5 Mrd. EUR.
Durch die Aufwertung stiller Reserven entstanden buchhalterische Einmaleffekte von über 1,3 Mrd. EUR, die das Konzernergebnis von 579,9 Mio. EUR positiv beeinflussten.
Der reale liquiditätswirksame Überschuss aus der Transaktion betrug nur 20,88 Mio. EUR, was im Vergleich zu der ausgeschütteten Sonderdividende von 156,34 Mio. EUR sehr gering war.
Die VERBUND AG verzichtete auf eine Vendor‑Due‑Diligence der türkischen Beteiligung, was die Verhandlungsposition schwächte und vom Rechnungshof kritisiert wurde.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.