Rechnungshof‑Prüfung der Bundessportförderung (2014‑2017)
abgestimmt am
23.09.2020
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die Bundessportförderung von 2014‑2017, kritisierte fehlende Transparenz, Interessenkonflikte durch vertretende Fördernehmer und unklare Zielsetzungen. Er empfiehlt eine einheitliche, wirkungs‑ und bedarfsorientierte Förderstruktur über die Bundes‑Sport‑GmbH.
einfache MehrheitXXVII23.09.2020
Bericht
Sport
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Die Fördermittel stiegen von 46,9 Mio € im Jahr 2000 auf 118,7 Mio € im Jahr 2017 – ein Anstieg von 153 % bei gleichzeitig steigender Inflation.
Mehr als die Hälfte der Mittel (ca. 61 Mio € im Jahr 2016) flossen in Basis‑Abgeltungen für die Verwaltung von Sportorganisationen.
Zwei Drittel der Mitglieder des Entscheidungsgremiums des Bundes‑Sport‑Förderungsfonds waren Vertreterinnen und Vertreter der Fördernehmer, was zu systemimmanenten Interessenkonflikten führt.
Die Transparenzdatenbank zeigte Lücken: 88 % der Auszahlungen 2016 waren erfasst, jedoch fehlten Angaben zu End‑begünstigten, Gender‑Verteilung und Mehrfachförderungen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.