Cyberkriminalität: Handlungsbedarf für Innen‑ und Justizministerium
abgestimmt am
30.03.2023
Zusammenfassung
Cyberkriminalität ist in Österreich stark angestiegen, die aktuelle Prävention und Bekämpfung leiden unter fehlender Koordination, Personalmangel und veralteter IT‑Infrastruktur. Der Rechnungshof fordert ein gemeinsames Vorgehen von Innen‑ und Justizministerium sowie klare Definitionen und mehr Ressourcen.
einfache MehrheitXXVII30.03.2023
Bericht
Informatik
Haushaltskontrolle
öffentliche Sicherheit
Information und Informationsverarbeitung
Schwerpunkte
Cyberkriminalität ist stark wachsend – 2019 gab es rund 28.400 Anzeigen, das Doppelte von 2016.
Die Statistiksysteme von Polizei und Justiz sind nicht aufeinander abgestimmt; unterschiedliche Definitionen (z. B. § 107c, § 118a) führen zu inkonsistenten Zahlen.
Die Personal‑ und Ausbildungssituation ist unzureichend – nur 40 % der geplanten Präventionsbediensteten sind besetzt; viele Bezirks‑IT‑Ermittler*innen haben die vorgeschriebene Grundausbildung nicht abgeschlossen.
Technische Infrastruktur der Kriminalpolizei ist veraltet (isolierte Systeme, fehlende Bandbreite), was zu langen Bearbeitungszeiten und Insellösungen führt.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.