Rechnungshof‑Prüfbericht zum Burgtheater – Finanz‑ und Governance‑Analyse (1999‑2008)
abgestimmt am
18.05.2022
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte das Burgtheater für 1999‑2008 und stellte fest, dass das Haus stark von öffentlichen Zuschüssen abhängig war, interne Kontrollen lückenhaft waren und die Bilanzstruktur erhebliche Risiken aufwies. Viele Empfehlungen wurden seitdem umgesetzt, jedoch bleiben Schwächen bestehen.
einfache MehrheitXXVII18.05.2022
Bericht
Haushaltskontrolle
Darstellende Künste
Schwerpunkte
Die Burgtheater GmbH war über den gesamten Prüfungszeitraum stark von Gesellschafter‑ und Basisabgeltungs‑Zuschüssen abhängig, wodurch die finanzielle Unabhängigkeit des Hauses eingeschränkt wurde.
Interne Kontrollen waren lückenhaft – es fehlte eine Kassenordnung bis 2014, das Vier‑Augen‑Prinzip wurde bei Banküberweisungen nicht konsequent angewendet und unklare „Akonti“-Zahlungen in Höhe von 21,88 Mio € wurden nicht nachvollziehbar dokumentiert.
Die Bilanzstruktur wies erhebliche Risiken auf: steigende Verbindlichkeiten, nicht mehr nutzbare Bühnenproduktionen im Anlagevermögen und ein drastischer Rückgang des Kassenbestands von 3,35 Mio € auf 0,95 Mio € innerhalb von drei Jahren.
Die Vertragsgestaltung der beiden Geschäftsführer entsprach nicht vollständig der Bundes‑Vertragsschablonen‑Verordnung; die Bestellungen erfolgten ohne öffentliche Ausschreibung, was gegen das Prinzip der Transparenz verstößt.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.