Umsetzung der Reformempfehlungen für österreichische EU‑Vertretungen
abgestimmt am
17.06.2020
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte, wie das Außenministerium Empfehlungen zur Struktur seiner EU‑Vertretungen umgesetzt hat. Vier von 16 Empfehlungen wurden vollständig, neun teilweise und drei gar nicht umgesetzt; dabei wurden Botschaften geschlossen, alternative Vertretungsmodelle getestet und Kosten‑ und Leistungsrechnung eingeführt.
einfache MehrheitXXVII17.06.2020
Bericht
Haushaltskontrolle
diplomatische Beziehungen
Schwerpunkte
Das Ministerium hat seit dem Vorbericht vier Botschaften (Malta, Lettland, Litauen) geschlossen und weitere Schließungen (z. B. Tallinn) geplant.
Alternative Vertretungsmodelle wurden getestet, darunter Botschaften ohne Visa‑Ausstellungskompetenz und "Roving Ambassadors", um Personal‑ und Sachkosten zu senken.
Die Kosten‑ und Leistungsrechnung wurde eingeführt, jedoch erfolgt die Erfassung der Leistungsdaten bislang nur einmal jährlich nachträglich.
Der Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen liegt bei 18 % (6 von 33 Vertretungen) und verfehlt das Ziel von mindestens 35 % laut Frauenförderungsplan.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.