Analyse der Besetzung von Pflichtschulleitungen in der Steiermark (2015‑2020)
abgestimmt am
01.02.2023
Zusammenfassung
Der Rechnungshof untersuchte 157 Besetzungen von Pflichtschulleitungen in der Steiermark (2015‑2020) und verglich das alte Verfahren (ALT) mit dem nach 2017 eingeführten neuen Verfahren (NEU). Es wurden keine klaren politischen Einflussnahmen festgestellt, jedoch zeigen geringe Bewerberzahlen und lange Besetzungszeiten Schwächen im Prozess.
einfache MehrheitXXVII01.02.2023
Bericht
Primarstufe
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Es gab zwei unterschiedliche Besetzungsverfahren: das alte Objektivierungs‑Verfahren (ALT) bis 31.12.2018 und das seit 01.01.2019 geltende einheitliche Verfahren (NEU).
Die Bewerberzahlen waren sehr niedrig – rund 60 % der ALT‑Verfahren erhielten höchstens eine Bewerbung, ähnlich im NEU‑Verfahren, sodass viele Stellen per Betrauung vergeben wurden.
Die durchschnittliche Dauer von Betrauung bis Ernennung stieg von 451 Tagen (ALT) auf 737 Tage (NEU), was vor allem an organisatorischen Umstellungen und der COVID‑19‑Pandemie lag.
Keine dokumentierten parteipolitischen Einflussnahmen wurden gefunden, jedoch gibt es Lücken in der Nachvollziehbarkeit (fehlende Begründungen, unklare Bewertungskriterien).
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.