Rechnungshof‑Prüfung der Österreichischen Nationalbibliothek – Mängel und Handlungsempfehlungen
abgestimmt am
09.07.2020
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte 2013‑2017 die Arbeit der Österreichischen Nationalbibliothek und fand Mängel bei Inventarisierung, Beschaffung, Spendenverwaltung und Finanzberichterstattung. Die Bibliothek hat seit 2018 einige Vorgaben nachgebessert, doch weitere strukturelle Verbesserungen sind nötig.
einfache MehrheitXXVII09.07.2020
Bericht
Bibliothek
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Die ÖNB hat große Teile ihrer Bestände noch nicht digital inventarisiert – insbesondere die Papyrussammlung, von der nur etwa 8 % digital erfasst sind.
Seit August 2018 müssen Ankäufe über 10 000 EUR schriftlich begründet und von der Generaldirektorin genehmigt werden.
Die Regelungen für Dauerleihgaben sind unklar; die ÖNB soll einheitlich alle Dauerleihnahmen im allgemeinen Inventarisierungssystem erfassen und den Begriff rechtlich definieren.
Zweitausgaben von Druckwerken werden häufig ohne Inventarisierung entsorgt – das Bundesvermögensverwaltungs‑ und Bibliotheksrecht verlangt jedoch vollständige Dokumentation.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.