Rechnungshof‑Prüfung der Krankenhaus‑Arzneimittelbeschaffung in Salzburg / Tirol
abgestimmt am
14.10.2021
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte 2014‑2017 die Arzneimittelbeschaffung in Salzburg und Tirol, deckte Verstöße gegen das Vergaberecht, fehlende Transparenz bei Preisnachlässen und unzureichende Compliance‑Strukturen auf und gab zahlreiche Reform‑Empfehlungen.
einfache MehrheitXXVII14.10.2021
Bericht
Gesundheit
Gliedstaat
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Die Apotheken steigerten ihr Beschaffungsvolumen stark (Salzburg +42 %, Tirol +20 %) und versorgten insgesamt 6 148 Krankenhausbetten.
Zytostatika machten 56 % bzw. 37 % des Gesamtverbrauchs aus; die Kosten für diese Gruppe wuchsen besonders stark.
Preisnachlässe gegenüber dem Fabriksabgabepreis lagen bei vielen Arzneimitteln zwischen 20 % und über 90 %, teilweise wurden Medikamente komplett kostenfrei geliefert.
Die Apotheken vergaben Aufträge über den Schwellenwerten ohne die gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung und dokumentierten mündliche Verhandlungen unzureichend.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.