Zusammenfassung
Der Bericht untersucht, wie das österreichische Mautsystem weiterentwickelt werden kann, um die Vignettenflucht zu reduzieren. Er bewertet Fahrverbote, temporäre Ausnahmen und neue Kurzzeitvignetten hinsichtlich ihrer verkehrlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Folgen.einfache Mehrheit XXVII 03.03.2020
Bericht
Straßenverkehr
Schwerpunkte
- Ein Fahrverbot für Fahrzeuge ohne ASFINAG‑Vignette im begleitenden Straßennetz würde die Vignettenflucht stark reduzieren, ohne dass die ASFINAG Einnahmen verliert.
- Temporäre Befreiungen von der Vignettenpflicht in den Grenzgebieten Kufstein, Bregenz und Salzburg an stark frequentierten Tagen (Freitag‑Sonntag im Winter, Oster‑ und Weihnachtszeit) senken das Verkehrsaufkommen im Begleitnetz; geschätzter Einnahmeverlust ca. 7,5 Mio. € pro Jahr.
- Ein‑ bzw. Zweitagesvignetten für Grenzgebiete würden die Vignettenflucht verringern, verursachen jedoch Einnahmeverluste von rund 62 Mio. € (Ein‑Tages‑Vignette) bzw. 38 Mio. € (Zweitages‑Vignette) plus etwa 8 Mio. € für Produktion und Vertrieb.
- Eine generelle Aufhebung der Vignettenpflicht für etwa 15 % des vignettenpflichtigen Netzes würde zu Einnahmeverlusten von mindestens 75 Mio. € jährlich führen und das System langfristig gefährden.
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Relevante Medienberichte
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