Zusammenfassung
Österreich hat im März 2022 387 000 Barrel aus seiner Pflicht‑Notstandsreserve freigegeben, um im Zuge der IEA‑Collective‑Action die Ölpreise zu beruhigen. Die Freigabe wurde durch eine Ministerialverordnung am 12 März 2022 wirksam und war auf 30 Tage befristet.einfache Mehrheit XXVII 05.10.2022
Bericht
Energie
Schwerpunkte
- Österreich ist nach EU‑ und IEA‑Vorgaben verpflichtet, mindestens 25 % bzw. 90 Tage seiner Vorjahresnettoimporte an Erdöl als Notstandsreserve zu halten.
- Die Freigabe von 387 000 Barrel wurde durch eine Verordnung der Bundesministerin am 12 März 2022 wirksam und war für einen Zeitraum von 30 Tagen vorgesehen (bis 11 April 2022).
- Die operative Umsetzung erfolgte über die Erdöl‑Lagergesellschaft m.b.H., die das Öl an die OMV verkaufte; die OMV pumpte das Rohöl anschließend über die Adria‑Wien‑Pipeline zur Raffinerie Schwechat.
- Die Maßnahme war Teil einer internationalen „Collective Action“ der IEA, die nach dem Ukraine‑Krieg zur Stabilisierung des europäischen Mineralölmarktes initiiert wurde.
Dokumente (PDFs)
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