COVID‑19‑Familienleistungen – Prüfung und Empfehlungen des Rechnungshofs

Zusammenfassung

Der Rechnungshof prüfte die COVID‑19‑Familienleistungen 2020‑2021. Insgesamt wurden 1,034 Mrd. EUR bereitgestellt, wobei der Kinderbonus und die Weitergewährung der Familienbeihilfe ohne Nachweise die größten Kostenpunkte bildeten.
einfache Mehrheit XXVII 23.10.2024
Bericht
Familie
Gesundheit
Haushaltskontrolle

Schwerpunkte

  • Der Bund stellte im Zuge der Pandemie insgesamt 1,034 Mrd. EUR an Familienleistungen bereit, wovon 80 % automatisiert mit der Familienbeihilfe ausbezahlt wurden.
  • Der COVID‑19‑Kinderbonus von 675 Mio. EUR war die kostenintensivste Einzelmaßnahme und wurde ohne Antrag an alle kinderberechtigten Familien ausgezahlt.
  • Die Weitergewährung der Familienbeihilfe ohne Nachweise von März 2020 bis März 2021 kostete 143 Mio. EUR und führte zu einem dreifachen Kostenanstieg gegenüber der ursprünglich geplanten Laufzeit.
  • Der Corona‑Familienhärteausgleich, ein neu geschaffenes Förderinstrument, schüttete 132 Mio. EUR an rund 101 000 Familien aus, jedoch mit unklaren Einkommensdefinitionen und unterschiedlicher Förderung für Selbstständige vs. unselbstständig Beschäftigte.
Dokumente (PDFs)
Relevante Medienberichte
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