Der Rechnungshof prüfte von Juni 2020 bis Februar 2022 die österreichische COVID‑19‑Impfstoffbeschaffung, zeigte fehlende Transparenz bei Bedarfsberechnungen, unklare Zuständigkeiten und steigende Kosten von bis zu 1,252 Mrd. EUR.
einfache MehrheitXXVII31.01.2024
Bericht
Gesundheit
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Die EU‑weite Beschaffung legte einen festen Anteil von rund 2 % pro rata population fest, wodurch Österreich Anspruch auf etwa 0,02 % der Gesamtmenge hatte.
Der Gesamtkostenrahmen stieg von bis zu 200 Mio. EUR (2020/21) auf bis zu 1,252 Mrd. EUR (2022/23), wobei das Gesundheitsministerium die ersten Ausgaben nicht kalkulierte.
Zuständigkeiten im Gesundheitsministerium waren unklar – zwischen Krisenstab, Sonderbeauftragten und dem Teilprojekt "COVID‑19‑Impfung" fehlte eine einheitliche Regelung.
Bedarfsberechnungen wurden intern in vielen Varianten durchgeführt, jedoch nur für einen Auftrag (BioNTech/Pfizer, 2022) aktenmäßig dokumentiert.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.