Analyse des österreichischen COVID‑19‑Testsystems (2020‑2022)
abgestimmt am
31.01.2024
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte das österreichische COVID‑19‑Testsystem und stellte hohe Kosten, unzureichende Datenqualität und uneinheitliche Umsetzung in den Ländern fest.
einfache MehrheitXXVII31.01.2024
Bericht
Gesundheit
Zivilschutz
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
Das Testprogramm umfasste bis März 2022 rund 306 Millionen Tests, wovon etwa 58 % der Gesamtkosten (mindestens 5,2 Mrd. EUR) auf die bevölkerungsweiten Angebote entfielen.
Die Datenqualität war unzureichend: Meldungen der Länder waren uneinheitlich, das zentrale Screening‑Register fehlte und die Rücklaufquoten der Testkits lagen bei Wien bei 64 % und bei Niederösterreich bei 31 %.
Unterschiedliche Umsetzungen in den Bundesländern (z. B. Wien mit PCR‑Gurgeltests, Niederösterreich zunächst Antigen‑Tests) führten zu Parallelstrukturen und ineffizienter Nutzung von Ressourcen.
Der Rechnungshof empfiehlt dem Gesundheitsministerium verbindliche Vorgaben für Teststrategien, einheitliche IT‑Lösungen und klare Kosten‑Nutzen‑Analysen, um zukünftige Pandemien besser zu steuern.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.