Entschließungsantrag: Diskriminierungsfreie Blutspende – Aufhebung des MSM‑Ausschlusses
abgestimmt am
28.04.2020
Zusammenfassung
Der Entschließungsantrag fordert, die Blutspende‑Verordnung zu ändern, damit Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), nicht mehr pauschal von der Spende ausgeschlossen werden. Ziel ist, mehr Blutspenden zu ermöglichen und Diskriminierung zu beenden.
einfache MehrheitXXVII28.04.2020
Entschließung
Gesundheit
Schwerpunkte
Der aktuelle Anamnesebogen enthält Fragen, die MSM pauschal für zwölf Monate vom Spenden ausschließen – das gilt als diskriminierend.
Der Antrag schlägt die Einführung eines neuen Absatzes $3a vor, der diskriminierungsfreie Formulierungen bei der Befragung von Spender*innen vorschreibt.
Der überarbeitete Anamnesebogen soll künftig das individuelle Risiko statt die sexuelle Orientierung berücksichtigen.
Durch die Lockerung der Vorgaben könnten mehr Blutkonserven, insbesondere von COVID‑19‑Genesenen, gewonnen werden – das erhöht die Versorgungssicherheit.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.