Abschaffung der kalten Progression durch Indexierung der Steuer‑Tarifstufen
abgestimmt am
18.11.2021
Zusammenfassung
Der Entschließungsantrag fordert die sofortige Abschaffung der kalten Progression, indem die Einkommen‑steuertarife an die Inflation gekoppelt werden. Er betont, dass diese versteckte Steuererhöhung den Steuerzahlern seit Jahren Milliarden Euro kostet und bisher von allen Regierungsparteien versprochen, aber nicht umgesetzt wurde.
einfache MehrheitXXVII18.11.2021
Entschließung
Steuerwesen
Schwerpunkte
Die kalte Progression führt zu einer jährlichen versteckten Steuererhöhung, weil die Steuerstufen nicht an die Inflation angepasst werden.
Schätzungen zeigen, dass zwischen 2013 und 2023 die kalte Progression dem Staat rund 11,9 Mrd. € an Mehreinnahmen brachte; bis 2025 könnten es 19,5 Mrd. € sein.
Der Antrag fordert, die Steuer‑Tarifstufen des § 33 Abs. 1 EStG 1988 automatisch an die Inflation zu koppeln, sodass Lohnsteigerungen nicht zu höheren Durchschnittssteuersätzen führen.
Bisherige Regierungszusagen (2016, 2017, 2019) wurden nicht umgesetzt; die Abschaffung würde eine dauerhafte Entlastung für alle Steuerpflichtigen schaffen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.