Abschaffung der kalten Progression durch jährliche Indexierung der Steuerstufen
abgestimmt am
23.02.2022
Zusammenfassung
Der Entschließungsantrag fordert, dass die kalte Progression – die versteckte jährliche Steuererhöhung durch nicht inflationsindexierte Lohnsteuer‑Tarifstufen – sofort abgeschafft wird, indem die Tarifstufen jährlich an die Inflation angepasst werden. Die Abgeordneten verweisen auf Rekord‑Steuereinnahmen und schätzen, dass die kalte Progression seit 2013 rund 12 Mrd. € zusätzlich eingebracht hat.
einfache MehrheitXXVII23.02.2022
Entschließung
Steuerwesen
Schwerpunkte
Die kalte Progression führt zu einer stillen jährlichen Steuererhöhung, weil die Lohnsteuer‑Tarifstufen nicht an die Inflation angepasst werden.
Im Jahr 2021 erzielte Österreich Rekord‑Steuereinnahmen von rund 95,7 Mrd. €, wobei die Lohnsteuer allein 30,1 Mrd. € einbrachte.
Der Antrag verlangt, dass die Steuer‑Tarifstufen des § 8 Abs. 1 EStG jährlich an die Inflationsrate angepasst werden.
Schätzungen von NEOS und EcoAustria zeigen, dass die kalte Progression zwischen 2013 und 2023 rund 11,9 Mrd. € an zusätzlichen Staatseinnahmen erzeugt hat.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.