Der Rechnungshof prüfte das neue, indikatorbasierte Finanzierungsmodell für österreichische Universitäten (Universitätsfinanzierung NEU) und stellte sowohl Stärken als auch Schwächen fest, insbesondere bei der Transparenz von Fächergruppengewichtungen und der Nutzung von Säule‑3‑Mitteln.
einfache MehrheitXXVIII24.09.2025
Bericht
Hochschulausbildung
Schwerpunkte
Die Universitätsfinanzierung NEU teilt das Gesamtbudget in drei Säulen – Lehre, Forschung/EEK und Infrastruktur – und verwendet dabei indikatorbasierte Basis‑ und Wettbewerbsindikatoren.
Die Fächergruppengewichtungen bestimmen die Finanzierungssätze, sind jedoch nicht vollständig auf tatsächlichen Kosten basierend, sondern beruhen auf Schätzungen der Arbeitsgruppe „Kapazitätsorientierte Universitätsfinanzierung“.
Säule 3‑Mittel werden zu großen Teilen für die wirtschaftliche Absicherung und den Ausgleich von Größeneffekten verwendet; transparente Kriterien für deren Verteilung fehlen bislang.
Finanzielle Sanktionen bei Nichterreichen der Zielwerte wurden in den LV‑Perioden 2022‑2024 ausgesetzt, wodurch die Steuerungswirkung des Modells reduziert wurde.
Die ÖVP-Abgeordnete befürwortet das Modell der wissenschaftlichen Spin-offs zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Gleichzeitig fordert sie die Umsetzung der Rechnungshof-Empfehlungen, um mehr Transparenz und Effizienz bei der Nutzung öffentlicher Gelder zu gewährleisten.
Die SPÖ-Abgeordnete weist auf die finanzielle Gefährdung des Universitären Gründerservice hin. Sie fordert bessere Kontrollsysteme und klare Abläufe, um den Transfer von Forschung in die Wirtschaft zu gewährleisten.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.