Koordination der Cyber‑Defence im Verteidigungsministerium – Prüfung und Handlungsempfehlungen
abgestimmt am
20.11.2025
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die Koordination der Cyber‑Defence im Verteidigungsministerium und stellte fest, dass die neue Direktion 6 zwar zentrale Aufgaben bündelt, aber noch keine klaren Kriterien für Einsätze und wichtige Prozesse fehlen. Er empfiehlt die Fertigstellung von Leitlinien, die Konkretisierung des Krisenmanagements und den schnellen Aufbau fehlender Personal‑ und Infrastrukturmaßnahmen.
einfache MehrheitXXVIII20.11.2025
Bericht
Internet
Informatik
Haushaltskontrolle
öffentliche Sicherheit
Information und Informationsverarbeitung
Schwerpunkte
Die neue Direktion 6 bündelt Planung, Beschaffung und Einsatz von Cyber‑Defence‑Maßnahmen im Verteidigungsministerium.
Ein Cyber‑Sicherheitspaket von rund 40 Mio. € wurde für 2021/2022 bereitgestellt, jedoch sind zentrale Vorhaben (Cyber‑Range, Rapid‑Response‑Teams, SOC) noch nicht umgesetzt.
Der Rechnungshof kritisiert das Fehlen klarer Entscheidungskriterien für einen Cyber‑Defence‑Einsatz und die noch nicht schriftlich festgelegten Prozesse zur Zurechnung von Angriffen.
Empfehlungen: Leitlinie Cyber‑Verteidigung fertigstellen, CKM‑Konzept konkretisieren, Kriterien für Souveränitätsgefährdungen definieren und fehlende Personal‑ sowie Infrastrukturmaßnahmen zügig umsetzen.
Christian Schandor (FPÖ) weist auf den Bericht des Rechnungshofes hin, der eine geringe Einsatzbereitschaft der 4. Panzergrenadierbrigade belegt. Er kritisiert vor allem die schlechte Instandhaltung der Waffensysteme und der Infrastruktur. Die Bundesregierung wird aufgefordert, durch besseres Management und Investitionen gegenzusteuern.
Basierend auf Berichten des Rechnungshofes plädiert der Redner für eine stärkere Eigenvorsorge der Bürger im Falle eines Stromausfalls. Er betont, dass ein Blackout die gesamte Infrastruktur lahmlegen würde und individuelle Vorbereitung die staatliche Krisenbewältigung unterstützt.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.