Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die ärztliche Versorgung im niedergelassenen Bereich (2018‑2023) und stellte fest, dass steigende Konsultationen und Aufwendungen die ÖGK in eine finanzielle Schieflage treiben, während die Dichte besetzter Planstellen zurückging. Er empfiehlt nachhaltige Finanzierung, einen einheitlichen Gesamtvertrag, bessere Daten‑Transparenz und den Ausbau von Primärversorgungseinheiten sowie Telemedizin.einfache Mehrheit XXVIII 27.01.2026
Bericht
Gesundheit
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
- Die Zahl der e‑card‑Konsultationen stieg von 81,66 Mio. (2018) auf 90,82 Mio. (2023), während die Besetzung von Planstellen leicht rückläufig war.
- Die ÖGK verzeichnete einen Fehlbetrag von –435 Mio. EUR (2023) und prognostizierte –909 Mio. EUR (2025), weil die Aufwendungen für ärztliche Hilfe um 39,3 % wuchsen, während die Erträge nur um 29,1 % stiegen.
- Der Anteil der ungewollt unbesetzten Planstellen stieg von 1,5 % (2020) auf 2,2 % (2024), besonders in Dermatologie und Frauenheilkunde.
- Wahlärztliche Leistungen machten 2023 rund 16 % der Gesamtausgaben im niedergelassenen Bereich aus, wobei die Honorare 551,45 Mio. EUR betrugen.
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