Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die EU‑kofinanzierten Förderungen und Tierschutz‑Kontrollen in der österreichischen Nutztierhaltung (2018‑2022) und stellte erhebliche Schwächen bei Datenqualität, einheitlichen Kontrollen und Koordination fest.einfache Mehrheit XXVIII 26.03.2025
Bericht
Tierschutz
Tiermedizin
Haushaltskontrolle
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Schwerpunkte
- Die Kontrollen der Tierschutz‑ und Cross‑Compliance‑Verfahren sind in Oberösterreich und Steiermark uneinheitlich und häufig verspätet, sodass die geforderte 2 %‑Kontrollquote nicht immer erreicht wird.
- Der Datenbestand im VIS ist lückenhaft; wichtige Informationen zu Tierhaltungen und Kontrollresultaten fehlen oder sind veraltet, was die risikoorientierte Stichprobenauswahl erschwert.
- Die Förderungen für tierfreundliche Stallbauten sind hoch (z. B. 203,88 Mio. EUR für Rinder), wobei über 80 % der Anträge auf besonders tierfreundliche Maßnahmen entfallen.
- Der Einsatz von elektronischen Systemen (ELKE in Oberösterreich, JRVet in Steiermark) reduziert Medienbrüche und beschleunigt die Datenübermittlung; ein bundesweit einheitliches System wird empfohlen.
Dokumente (PDFs)
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.