Smart‑Meter‑Einführung – Prüfung durch den Rechnungshof
abgestimmt am 20.01.2022
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte den Rollout von Smart Metern in Österreich und kritisierte fehlende Projektsteuerung, fehlerhafte Kosten‑Nutzen‑Analyse, verspätete Datenschutz‑ und Opt‑out‑Regelungen sowie die hohe finanzielle Belastung der Verbraucher.
einfache MehrheitXXVII20.01.2022
Bericht
Energie
Haushaltskontrolle
Elektrizitätsindustrie
Schwerpunkte
Das Projekt fehlte an einer klaren, übergeordneten Steuerung; das Wirtschaftsministerium kümmerte sich nur um die rechtlichen Vorgaben, während E‑Control und die Netzbetreiber eigenständig agierten. Das führte zu Verzögerungen und Zielverfehlungen (95 % Ausrollung erst 2019 statt 2020).
Die Kosten‑Nutzen‑Analyse beruhte auf zu hohen Einsparungsannahmen (3,5 % Strom, 7 % Gas) und enthielt keine Sensitivitätsanalyse; bereits bei leicht geringeren Einsparungen wäre das Projekt unwirtschaftlich.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite
im Titel verlinkt.