Umstellung von Bürgerkarte/Handysignatur auf den elektronischen Identitätsnachweis (E‑ID)
abgestimmt am 20.09.2023
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte das Vorhaben E‑ID, das die Bürgerkarte/Handysignatur durch einen modernen elektronischen Identitätsnachweis ersetzen soll. Fehlende Gesamtprojektleitung, Personalmangel und starke Abhängigkeit von externen Dienstleistern führten zu dreijährigen Verzögerungen und Kostenüberschreitungen (19,44 Mio. €). Der Bericht empfiehlt eine ressortübergreifende Projektstruktur, klare Aufträge mit Endterminen sowie transparente Dokumentation.
einfache MehrheitXXVII20.09.2023
Bericht
Ausweis
Informatik
Haushaltskontrolle
Information und Informationsverarbeitung
Schwerpunkte
Das Projekt E‑ID wurde zwischen BMDW (Frontend) und BMI (Backend) aufgeteilt, jedoch ohne dokumentierte Gesamtprojektleitung, wodurch ein Überblick über Zeitplan, Kosten und Fortschritt fehlte.
Durch fehlende Personalressourcen im BMDW, die komplexe Systemarchitektur (15 Domains) und die starke Abhängigkeit von externen Dienstleistern (13 Unternehmen, 21 Sub‑Auftragnehmer) kam es zu erheblichen Verzögerungen – vom geplanten Echtbetrieb 01.01.2020 auf 30.06.2023.