Lehrpersonaleinsatz – Analyse des Rechnungshofs 2025
abgestimmt am 24.09.2025
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte den Lehrpersonaleinsatz in Österreich (2018‑2023) und stellte fest, dass der anhaltende Lehrermangel bislang durch Mehrdienstleistungen, fachfremden Unterricht und Sonderverträge überbrückt wurde. Die 2022 gestartete Ressortstrategie „Klasse Job“ erhöhte die Bewerberzahlen, führte jedoch nur zu einer begrenzten tatsächlichen Unterrichtsbesetzung von Quereinsteigern. Hohe Teilzeitquoten, steigende Karenz‑ und Sabbatical‑Abwesenheiten sowie ein kostenintensiver Zertifizierungsprozess verschärfen das Problem. Der Bericht empfiehlt klare Regelungen für Sonderverträge, eine effizientere Zertifizierung, die Reduktion von Fachfremd‑Unterricht und die Stärkung von Projektmanagement‑Kompetenzen.
einfache MehrheitXXVIII24.09.2025
Bericht
Haushaltskontrolle
öffentlicher Dienst
öffentliche Verwaltung
Schwerpunkte
Der Lehrermangel wurde bereits 2009 prognostiziert und ist 2024 eine der größten bildungspolitischen Herausforderungen.
Die Ressortstrategie „Klasse Job“ startete im Herbst 2022, um den Mangel durch Quereinsteiger, Mehrdienstleistungen und Sonderverträge zu mildern.