Zusammenfassung
Der Rechnungshof kritisiert die fragmentierte Versorgung psychisch Kranker in Österreich – steigende Kosten, fehlende Daten, unklare Zuständigkeiten und regionale Unterschiede – und fordert eine sektorenübergreifende Strategie mit klaren Zielen, besserer Datenerhebung und einheitlichen Regelungen.einfache Mehrheit XXVI 22.10.2019
Bericht
Gesundheit
Haushaltskontrolle
soziale Sicherheit
Schwerpunkte
- Kosten für psychische Erkrankungen steigen stark – 2016 fast 1 Mrd. EUR, davon ca. 300 Mio. EUR für Invaliditätspensionen und Rehabilitationsgeld.
- Versorgungsangebote (Spitalsbetten, Psychotherapie, Fachärzte) sind regional sehr unterschiedlich; z. B. gibt es in Salzburg 28 % mehr Ausgaben pro Person für Psychotherapie als in der Steiermark.
- Datenlage ist lückenhaft – Diagnosen, Wirkungsnachweise und Medikamentenverordnungen unterhalb der Rezeptgebühr werden nicht systematisch erfasst.
- Rechtliche Grundlagen für Psychotherapie und Fachärztliche Versorgung (z. B. Doppelfach Neurologie/Psychiatrie) sind unvollständig und führen zu Uneinheitlichkeit bei Abrechnung und Qualifikationsanforderungen.
Referenziert in
Dokumente (PDFs)
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.