Zusammenfassung
Wien Energie musste im August 2022 wegen stark steigender Preise 1,8 Mrd. € an Sicherheitsleistungen hinterlegen und griff dafür auf Notkredite der Stadt Wien zurück. Der Rechnungshof kritisierte dabei gravierende Mängel im Liquiditäts‑ und Risikomanagement sowie eine schwache Aufsicht durch den Aufsichtsrat.einfache Mehrheit XXVII 23.10.2024
Bericht
Energie
Haushaltskontrolle
Schwerpunkte
- Wien Energie hat seit 2021 den Großteil ihres Handels auf die Termin‑ und Spot‑Märkte verlagert, wodurch die erforderlichen Sicherheitsleistungen (Margin) stark anstiegen.
- Am 26. August 2022 führte ein extremer Preisanstieg zu einer Margin‑Zahlung von rund 1,8 Mrd. €, die nur durch Notkredite der Stadt Wien und der Wiener Stadtwerke gedeckt werden konnten.
- Der Rechnungshof stellte systemische Schwächen im Liquiditäts‑ und Risikomanagement fest: fehlende Stress‑Tests, unzureichende Limit‑Überwachung und späte Information des Aufsichtsrats.
- Empfehlungen umfassen die Einbeziehung aller Handelsbücher in die Limit‑Kontrollen, die Erweiterung der Aufsichtsrats‑Gremien und die Durchführung regelmäßiger Szenario‑Analysen.
Referenziert in
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