Dolmetsch‑ und Übersetzungsleistungen im Innen‑ und Justizministerium – Prüfbericht des Rechnungshofs
abgestimmt am
20.11.2020
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die Dolmetsch‑ und Übersetzungsleistungen im Innen‑ und Justizministerium (2015‑2018) und stellte hohe Kosten von rund 32 Mio € pro Jahr sowie Qualitäts‑ und Kontrollmängel fest. Er empfiehlt eine engere Zusammenarbeit, klare Qualifikationsstandards, bessere Gebührenkontrolle und den gezielten Einsatz von Videodolmetschen.
einfache MehrheitXXVII20.11.2020
Bericht
Haushaltskontrolle
öffentlicher Dienst
öffentliche Verwaltung
Schwerpunkte
Die jährlichen Gesamtkosten für Dolmetsch‑ und Übersetzungsleistungen liegen bei etwa 32 Mio € – ein hoher Betrag, der durch bessere Kostenkontrolle reduziert werden sollte.
Die beiden Ministerien kooperieren derzeit kaum im Dolmetschwesen; eine verstärkte Zusammenarbeit könnte erhebliche Synergie‑ und Kosteneinsparungen bringen.
Der aktuelle Erlass zum Dolmetschregister definiert keine Mindestanforderungen an Ausbildung und Sprachnachweise, wodurch Qualitätsschwankungen entstehen.
Die Gebührenabrechnung ist fehleranfällig – bei rund 30 % der geprüften Fälle wurden zu hohe Beträge, insbesondere für Reise‑ und Wartezeiten, ausbezahlt.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.